die Schule oder bei der Trennung der Eltern und dem Gefühl, sich für eines der Eltern- teile entscheiden zu müssen oder schuld an der Trennung zu sein. Hier gibt Lungenkraut, am besten als Blütenessenz gegeben, Schutz und Mut durchzuatmen. Auch Jugendlichen, die sich im Bezug auf ihren Körper ständig Selbstkritik unter- ziehen, verzweifelt sind und sich in ihrer Schüchternheit zurückziehen, schenkt es wieder Mut und Zuversicht. Es inspiriert für eine neue unerwartete Lösung, lässt das Undenkbare denken und nimmt dadurch die Angst vor dem Leben. Rauhblattgewächse enthalten auch Pyrollizidinalkaloide, die im Beinwell z.B. in sehr hohen Kon- zentrationen vorhanden sind und leberschädigende Wirkung haben können. Lungenkraut enthält von diesen Alkaloiden nur eine sehr geringe Konzentration, sodass es als nicht giftig gilt. Der Verzehr von Lungenkraut sollte trotz- dem in Maßen und nicht dauerhaft erfolgen. Lungenkrautwein 2 große Büschel frisches Lungenkraut in 1 Liter Wein aufkochen lassen, nach 5 Minuten vom Feuer nehmen. Nach Belieben mit Honig versetzen, nochmals aufkochen, abfiltrieren und in Flaschen füllen. Man kann täg- lich 2-3 Likörgläser davon trinken über einen Zeitraum von 2-3 Wochen. und sind noch nicht bestäubt, während die blauen Blüten bereits bestäubt und ohne Nektar sind. Wegen der verschiedenfarbigen Blüten wird das Lungenkraut auch oft „Hänsel und Gre- tel“, „Ungleiche Schwestern“ oder „Vater und Mutterblümchen“ genannt. Diese roten und blauen Blüten wurden in der Signaturenlehre auch als Hinweis auf die Beziehung des Lun- genkrautes zum Atmungssystem und Blut- kreislauf gewertet und als Verkörperung des arteriellen (rot) und des venösen (blau) Blu- tes angesehen. Das Echte Lungenkraut ist eine ausdauernde Pflanze mit dünnem, ästigem Wurzelstock, deren Blätter für Heilzwecke im Hochsom- mer gesammelt werden können. Neben der bereits erwähnten Kieselsäure beruht die Heilwirkung des Echten Lungenkrautes vor allem auf den enthaltenen Schleimstof- fen, Gerbstoffen, Saponinen, Flavonoiden, Fetten und Allantoin. All diese Bestand- teile machen die entzündungshemmende, schleimlösende, hustenreizstillende, gewebe- festigende und wundheilende Wirkung des Lungenkrauts aus. Vor allem der hohe Gehalt an Kieselsäure ist für die reinigende und stär- kende Wirkung auf das Lungengewebe ver- antwortlich. Durch den Allantoingehalt kann man das Pulver der getrockneten Blätter auch bei der Behandlung von Wunden einsetzen. Einsatzgebiete des Lungenkrautes sind vor allem Bronchitis, Asthma, Halsentzündun- gen, Heiserkeit, grippale Infekte und früher auch die Tuberkulose. Durch die enthalte- nen Gerbstoffe kann das Lungenkraut auch eine hilfreiche Pflanze bei Durchfall, Darm- entzündungen und Hämorrhoiden sein. Auf der seelischen Ebene hilft es, wenn man durch Stress und Anspannung das Gefühl hat, nicht mehr richtig atmen zu können. Das Gefühl, die Brust sei wie in einem Schraub- stock, löst sich, man kann durch das Lun- genkraut wieder richtig durchatmen und zielgerichtet handeln. Lungenkraut stärkt uns dabei, Grenzen zu setzen, seinen eige- nen Raum zu fordern, „Nein“ zu sagen zu Menschen, die einem den Raum zum freien Atmen nehmen und seine eigene Empfind- samkeit als Geschenk anzunehmen. Men- schen, die Lungenkraut als Heilpflanze benötigen, müssen lernen, nicht nur zu geben, sondern auch anzunehmen. Sie brau- chen ein Gleichgewicht im Geben und Neh- men genauso wie beim Ein- und Ausatmen. Vor allem Kinder profitieren vom Lungen- kraut bei Beschwerden der Lungen und Bronchien in schwierigen Lebensphasen wie dem Wechsel in den Kindergarten oder FRÜHLINGSAUSGABE . e d y a b a x p i : r e d l i B 25